Was ist Aikido und wie wird es geübt?



Es ist eine Selbstverteidigungskunst japanischen Ursprungs mit dem ausdrücklichen Ziel, den Partner zwingend aber verletzungsfrei zu führen. Aikido ist eine Kampfkunst kein Wettkampfsport.

Aikido ersetzt den zerstörerischen Charakter straßenkampforientierter Sportarten durch eine konstruktive Arbeitsweise in Form eines Körperdialogs. Aikido steht somit für die Umwandlung der aggressiven in die friedfertige Absicht. Ursprünglich zwingend verletzende Kampftechniken werden hierbei derart entschärft, dass beide Seiten - Angreifer und Verteidiger - sich beim Üben gemeinsam entwickeln können. Man übt zu zweit, wobei Angreifer- und Verteidigerrolle ständig gewechselt werden.

Dabei wird niemals Kraft gegen Kraft gesetzt. Die Energie des Angreifers wird aufgenommen, umgelenkt oder läuft ins Leere. Damit stellt Aikido die Kultivierung ursprünglich zerstörerischer Angriffs- und Verteidigungsformen dar.

Unser Aikido ist die gelungene Verschmelzung von Dynamik und Funktionalität. Dabei geht es darum, Kräfte zu beherrschen; seine und die des Partners ("Gegners"), um dann die Faszination zu erleben, die jenseits der äußeren - sehr ästhetischen Form steht. Aber unser Aikido geht noch weiter: Durch die Durchdringung der Technik kommt es zu einem befriedigendem Körper- und Lebensgefühl, auch über die Übungsstunde hinaus. Bei uns steht der Begriff Tradition für den geistesgeschichtlichen und philosophischen Hintergrund aller Kampfkünste als "Bewegungskultur" deren wesentliche Komponente die Erziehung und Entwicklung der Persönlichkeit ist. Dies macht unser Aiki dann erst zum Aiki-Do, dem Lebensweg.